Freitag, 24. April 2026, Offenbach-Post / Dreieich

Spektakulärer Fund beschert Anglern bundesweite Aufmerksamkeit – 2025 mit Brand in den Schlagzeilen
Sprendlingen – Der Vergleich drängt sich auf, auch wenn die Jahreszeit nicht passt. Immer mal wieder im „Sommerloch“, also der nachrichtenarmen Zeit, poppt die Geschichte von Nessie auf. Die Legende des schottischen Seeungeheuers hält sich seit Jahrzehnten – und kurbelt vor allem den Tourismus an. Wasserschlange, Saurier, aber am ehesten eine (Zeitungs-)Ente – egal: Der Mythos hat schon etliche mediale Sommerlöcher gestopft.
Von daher gesehen war der Angelsportverein Sprendlingen ein bisschen früh dran. Das ist ein Unterschied zur schottischen Saga. Der entscheidende ist aber ein anderer: Der 2,60 Meter lange und gut 100 Kilogramm schwere Wels, der jüngst im Gewässer des Angelsportvereins Sprendlingen entdeckt wurde, war kein Fantasiewesen, um Schaulustige anzulocken. Der Koloss hatte ein langes Leben hinter sich, dürfte mehr als 40 Jahre alt gewesen sein.
Nachdem unsere Redaktion über den spektakulären Fund berichtet hatte, sprangen weitere Zeitungen, auch die mit den großen Buchstaben, und Nachrichtenportale auf die Geschichte an. „Wir waren selbst überrascht, dass die Sache ein so großes mediales Interesse hervorgerufen hat“, berichtet ASV-Schriftführer Vincent Krobisch. Lachend ergänzt er: „Wir haben das Sommerloch vorgezogen und gefüllt.“
„Er war eine lebende Legende – jetzt halt nicht mehr“, sagt Vorsitzender Klaus Schmidt. Das trifft es. Die Geschichte hinter der Geschichte: Skatfreunde aus dem Verein hatten in den 80er-Jahren – wahrscheinlich nach dem Genuss von zwei, drei Schoppen – die Idee, zwei Welse im Weiher auszusetzen. Um ihnen ein Leben in der Natur zu ermöglichen – und einem Angler unter Umständen den Fang seines Lebens. Einer wurde vor einigen Jahren tatsächlich geangelt, etwa halb so groß wie der aktuelle Riesenwels. Dieser Fisch wurde auch verspeist.
Der zweite führte offensichtlich ein schönes Leben inmitten von Karpfen und Hechten. Denn auffällig viele der vom Verein eingesetzten Fische gingen an keinen Haken. Der sagenumwobene Wels hatte offenbar großen Appetit. Nun hat er also das Zeitliche gesegnet, genießbar war er allerdings nicht mehr. Ein Tierverwerter holte das Prachtexemplar ab.
Es ist gerade mal ein gutes Jahr her, seit der Verein zuletzt für Schlagzeilen in der Lokalpresse gesorgt hatte. Auf sie hätten die Angler liebend gerne verzichtet. Im April 2025 war ihr Vereinsheim auf dem Gelände in der verlängerten Fichtestraße teilweise abgebrannt. Schaden: rund 50.000 Euro. Die Kriminalpolizei ermittelte zunächst wegen des Verdachts der fahrlässigen oder vorsätzlichen Brandstiftung. Doch die Staatsanwaltschaft Darmstadt stellte das Verfahren ein. „Es liegen in diesem Fall keine Ermittlungsansätze vor, den Verursacher zu identifizieren“, hieß es damals.
Seither ist der Verein mit dem Wiederaufbau beschäftigt. Und bekommt dabei von vielen Seiten Unterstützung. „Wir sind erstaunt und sehr erfreut über die Solidarität, die uns entgegengebracht wird“, schildert Krobisch. Viele Leute hätten Geld gespendet, Unternehmen sich mit Sachspenden eingebracht. Ein Teil des Klubhauses ist inzwischen wiederhergestellt, unter anderem mit einer Küchenzeile ausgestattet und nutzbar. Aktuell sind die fleißigen Angler mit dem Außenbereich beschäftigt, um schöne Stunden im Freien verbringen zu können.
„Ein Wiederaufbau wäre ohne diese Hilfe nicht möglich gewesen“, betonte Marco Wunsch dieser Tage in der Jahreshauptversammlung. Klaus Schmidt, Jens Schubert und er teilen sich den Vorsitz. 2025 sei das schwierigste Jahr in der Geschichte des 1969 gegründeten Vereins gewesen, so Wunsch. Durch das Feuer habe der ASV vor dem Nichts gestanden. Der Verein dankt allen, die mit ihren Spenden zum Wiederaufbau des Klubhauses beigetragen haben. Die Arbeiten sind zwar weit vorangeschritten, Aber weitere Unterstützung ist nötig.
Bei den Wahlen wurden nicht nur die drei Vorsitzenden im Amt bestätigt. Zum Führungsteam gehören weiter Schatzmeister Thilo Meider, Gewässerwart Ralf Schütze, Schriftführer Vincent Krobisch, Jugendwart Stephan Schütze sowie die Beisitzer Udo Then und Ottmar Günther. Für ihre Treue zum Verein wurden Walter Paumgartner, Ralf Schütze (beide 50 Jahre), Patrick Schütze (40) sowie Oswin Olschewsky und Bettina Schmidt (25) ausgezeichnet. FRANK MAHN

Vorstandswahlen standen in der JHV des Vereins auf der Tagesordnung. Das Bild zeigt das Führungsteam (von links): Klaus Schmidt, 
Marco Wunsch, Udo Then, Ottmar Günther, Ralf Schütze und Thilo Meider

 

Rückblick auf ein außergewöhnliches Jahr
Im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung blickte der Vorstand des 1. Angelsportvereins Sprendlingen 1969 e.V. auf ein ereignisreiches und zugleich herausforderndes Jahr 2025 zurück.
Der Vorstandsvorsitzende Marco Wunsch bezeichnete das vergangene Jahr als das wohl schwierigste in der Vereinsgeschichte. Dabei begann das Jahr zunächst wie gewohnt ruhig und harmonisch, bis am 12. April 2025 ein verheerender Brand das gesamte Vereinsheim zerstörte.
Innerhalb weniger Stunden wurde die über Jahrzehnte aufgebaute Vereinsarbeit nahezu vollständig vernichtet. Der Verein stand vor dem Nichts.
Dank einer kurzfristig ins Leben gerufenen Spendenaktion, initiiert durch Schatzmeister Thilo Meider, erfuhr der Verein jedoch eine außergewöhnliche Welle der Unterstützung. Neben zahlreichen Privatspendern engagierten sich auch mehrere ortsansässige Unternehmen. Ein Wiederaufbau wäre ohne diese Hilfe nicht möglich gewesen, betonte Marco Wunsch.
In den darauffolgenden Monaten leisteten die Vereinsmitglieder unzählige ehrenamtliche Arbeitsstunden, um den Wiederaufbau voranzutreiben. Besonders hervorgehoben wurde hierbei das Engagement des Gewässerwarts Ralf Schütze. Dieser berichtete zudem über den Einsatz der Feuerwehr, die bei den Löscharbeiten im sensiblen Biotop umsichtig vorging und keine umweltschädlichen Substanzen einsetzte. Der Fischbestand blieb dadurch glücklicherweise unversehrt.
Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstandes standen Neuwahlen auf der Tagesordnung. Alle Positionen wurden einstimmig bestätigt. Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
• Vorstandsvorsitzende: Marco Wunsch, Klaus Schmidt und Jens Schubert
• Schatzmeister: Thilo Meider
• Gewässerwart: Ralf Schütze
• Schriftführer: Vincent Krobisch
• Jugendwart: Stephan Schütze
• Beisitzer: Udo Then und Ottmar Günther
Ein weiterer Höhepunkt der Versammlung waren die Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft:
• 50 Jahre: Walter Paumgartner und Ralf Schütze
• 40 Jahre: Patrick Schütze
• 25 Jahre: Oswin Olschewsky und Bettina Schmidt
Trotz der großen Herausforderungen blickt der Verein optimistisch in die Zukunft. Der Wiederaufbau des Vereinsheims schreitet weiter voran, ist jedoch noch nicht abgeschlossen.

„Einen unglaublichen Fund machten am 10. März 2026 die Mitglieder des ASV-Sprendlingen in ihrem Vereinsgewässer am Stadtweiher. An der Oberfläche trieb ein toter Wels.
Nachdem Gewässerwart Ralf Schütze und weitere große und kleine Angler den Fisch in einer gemeinsamen Kraftanstrengung bergen konnten, war das Erstaunen groß.
Die Länge des Tieres konnte erst unter zur Zuhilfenahme von zwei Zollstöcken ermittelt werden. Der Fisch, von dem kaum einer glaubte, dass es ihn tatsächlich gibt, maß sagenhafte 260 cm.
Nur mit vereinten Kräften und zwei Schubkarren konnte der ca. 100 Kg schwere Koloss abtransportiert werden.
Aber wie kam der Wels in den Stadtweiher? Bekannt ist, dass in den 1980er Jahren zwei Jungwelse eingesetzt wurden. Damals hatten drei Angler bei einer Skatrunde beschlossen für den Spieleinsatz zwei Welse in der Lebendfischabteilung des Wertkauf Supermarktes in Sprendlingen zu kaufen und den Fischen so ein natürliches Leben zu ermöglichen und einem Anglern evtl. den Fang seines Lebens.
Ein Wels von 140cm wurde bereits Ende der 1990er Jahre durch einen Angler gefangen. Da trotzdem Jahr für Jahr auffällig viele der neubesetzten Edelfische niemals gefangen wurden, lag die Vermutung nahe, dass der zweite Wels noch immer da sein musste, und großen Appetit hatte. Es wurden seither viele Versuche von Mitgliedern und externen „Welsprofis“ unternommen auch den zweiten Wels zu fangen. Kein einziger Biss.
2006 wurde der See sogar mit Hilfe des THW leergepumpt und professionell abgefischt. Es kam jedoch kein Wels zum Vorschein. Bemerkt wurde lediglich, dass ein großer Fisch ein Loch in das Abfischnetz gerissen hatte. So glaube kaum noch jemand an die Existenz des Riesenwelses im Stadtweiher und er wurde zum Mythos.
Seither haben schon viele ASVler und auch externe „Wels-Profis“ versucht, das zweite Tier zu fangen. 2006 wurde der See sogar mithilfe des THW leergepumpt und professionell abgefischt. Es kam jedoch kein Wels zum Vorschein. Bemerkt wurde lediglich, dass ein großer Fisch ein Loch in das Abfischnetz gerissen hatte.
Aber wie war es zu erklären, dass das Tier beim vollständigen Abfischen 2006 nicht ins Netz ging? Der Wels, der sich gut im Gewässer ausgekannte, musste sich dem Fang entzogen haben, indem er in einen Unterwasserschacht geschwommen war, der abseits und unterirdisch des Hauptsees liegt.“
Die Existenz eines Riesenwelses wurde fast schon zum Mythos – eine Art Loch-Ness-Monster vom Stadtweiher. 20 Jahre später wurden die Angelsportler jetzt eines Besseren belehrt.

Am Samstag, 12. April 2025, brannte gegen 14 Uhr das Vereinsheim des 1. Angelsportvereins Sprendlingen am Weiher nahe der Fichtestraße ab. Verletzt wurde niemand. Nach Angaben der Polizei habe sich während des Vorfalls niemand auf dem Gelände befunden. Gleichwohl kämpften mehrere Feuerwehren aus Dreieich und Neu-Isenburg bei starker Rauchentwicklung erfolgreich gegen die Flammen. Zudem kamen eine Drohne und eine Wärmebildkamera zum Einsatz, um Glutnester ausfindig zu machen. Insgesamt waren 50 Einsatzkräfte vor Ort, darunter auch Polizisten und Mitarbeiter des Roten Kreuzes. Die Brandursache ist noch unklar. Zunächst fing eine Hecke Feuer. Kurze Zeit später griffen die Flammen auf das Vereinsheim über. Der Schaden beträgt rund 50000 Euro.

Am 8. März 2019 fand die JHV des 1. ASV Sprendlingen in der Gaststätte der SKG Sprendlingen statt. Nach der Begrüßung durch Marco Wunsch folgte der allgemeine Jahresbericht. Der Jugendwart berichtete über seine Schüler AG. Der Gewässerwart berichtete über die Fangzahlen in 2018 und dass der Fischbestand im Vereinsgewässer als ausreichend betrachtet wird. Es folgte der Bericht des Schatzmeisters sowie der Kassenprüfer. Auch wurden der Schatzmeister sowie der Vorstand einstimmig entlastet. Es folgten die Neuwahlen.

In den Vorstand des ASV wurden gewählt:
Hauptvorstand: Klaus Schmidt, Marcus Wartmann, Marco Wunsch
Jugendwart: Marco Burlon
Schatzmeister: Peter Enzmann
Schriftführer: Vincent Krobisch
Gewässerwart: Ralf Schütze
Als Beisitzerin fungiert Ingeborg Langen
Alle wurden einstimmig gewählt.

Marco Wunsch berichtet, dass im Jahr 2018 460 Arbeitsstunden durch die Mitglieder geleistet wurden. Das waren 140 Arbeitsstunden weniger als in 2017.

An den offiziellen Angeln haben bis zu 8 aktive Mitglieder teilgenommen. Das Nachtangeln ist wegen der Hitze und dem niedrigen Wasserstand ausgefallen.

Die Weihnachtsfeier in 2018 mit Catering und Lagerfeuer war ein voller Erfolg. Nicht zuletzt auch wegen der Unterstützung von Mitglied Martin Günter mit einem gelungen Buffet. Viele Mitglieder und Freunde des ASV haben den Abend am Stadtweiher genossen. Marco Wunsch betont, dass Geselligkeit ein hohes Gut  für das Vereinsleben ist. Die Weihnachtsfeier war stellvertretend dafür ein Höhepunkt in 2018. Die Feier soll in diesem Rahmen nach Möglichkeit auch in 2019 stattfinden.

In 2018 wurden dem Verein Fenster mit Buntverglasung gestiftet. Marco Wunsch lobt den Einbau der Verglasung am Vereinsheim durch die Mitglieder Ralf Schütze und Marcus Wartmann.

Beim Vatertagsfest 2018 haben wieder viele Mitglieder, Angehörige und Freunde tatkräftig unterstützt. Finanziell war das Fest 2018 aber nicht so erfolgreich wie die der vergangen Jahren.

Ralf Schütze berichtet, dass in 2018 laut Fangzetteln 12 Fische entnommen wurden. Der Wels ist immer noch im See und soll in 2019 weiter befischt werden. Die Forellen, die zu Vatertag eingesetzt wurden, sind durch das warme Wasser schnell eingegangen und haben nicht gebissen. Es wurden 2018 überraschend kleine Karpfen gefangen, was bedeutet, dass sich die Karpfen vermehren.

Der Wasserstand war in 2018 historisch niedrig. Ursachen waren der heiße Sommer und die Umleitung des Schlagbachs in die Kanalisation durch die Stadtwerke. Die Umleitung wurde aufgehoben. Nachdem der Zulauf wieder funktioniert und es regnet steigt der Wasserspeiegel seit Januar 2019 wieder allmählich an. Über einen Besatz in 2019 wird entschieden, wenn sich der Wasserspiegel bis zum Frühjahr ausreichend erholt hat.

Jahresmeister 2018 Aktive:

  1. Walter Paumgartner
  2. Patrick Schütze
  3. Ralf Schütze
  4. Vincent Krobisch

 Jugendmeister:

  1. Nico Schüchter

(Quelle: Frankfurter Neue Presse) 20.07.2018 Von MICHAEL FORST

Er wollte ein Tier aus großer Not retten – und sah sich auf einmal vier Polizeistreifenwagen gegenüber. Doch Aufgeben ist ein Wort, das im Vokabular des beherzten Teenagers Abel Tesfay aus Dreieichenhain nicht vorkommt.


Streicheleinheiten für Eichhörnchen-Kind „Beauty“: Wildtierhilfe-Leiterin Tanja Schäfer und Tier-Retter Abel Tesfay.

Entspannt zieht der kleine Erpel im Teich der Wildtierhilfe Schäfer auf dem Gelände des Tierheims in Dreieich seine Bahnen. Hier, in der Obhut von Tierschützerin Tanja Schäfer, wird der Wasservogel seit der vergangenen Woche liebevoll aufgepäppelt und kommt langsam wieder zu Kräften. Das Wichtigste: Sein Bürzel mitsamt der Schwungfedern wächst schon wieder nach – unbekannte Täter hatten es dem Erpel abgeschnitten und ihn damit flugunfähig gemacht.
„Er wäre mit Sicherheit gestorben“, sagt Tanja Schäfer, die derlei Tierquälereien aus ihrer täglichen Arbeit kennt – und doch immer wieder fassungslos darüber ist. Doch zum Glück gibt es auch andere Menschen – wie den 16-jährigen Abel Tesfay aus Dreieichenhain. Seines Zeichens Kerbeborsch, Feuerwehrmann und vor allem: Tierfreund mit großem Herz. Das Schnabeltier verdankt ihm sein Leben – und einer haarsträubenden Rettungsaktion.
Mit seinem Freund Jannik hatte er sich vergangene Woche wie so oft an der Winkelsmühle und dem angrenzenden Weiher getroffen. Als sein Freund einen Entenschwarm fütterte, fiel Abel das flugunfähige Tier sofort auf. „Er war der kleinste der Gruppe und wurde von den anderen ausgeschlossen“, erzählt er. Mit einem anderen Freund machte er sich anderntags an die Rettung.
Zwei junge Männer, die einer Ente hinterher rennen – das kam einer Anwohnerin verdächtig vor. Die besorgte Frau alarmierte die Polizei, die gleich mit vier Streifenwagen anrückte und den verdutzten Abel aufforderten, seine Personalien anzugeben. Der alarmierte seinerseits per Handy seinen Opa, einen pensionierten Polizisten, der die Sache mit seinen ehemaligen Kollegen schnell klärte. Immerhin nahmen die Beamten Abel das Versprechen ab, die Zeiten seiner nächsten Enten-Einfang-Aktion telefonisch zu melden.
Die startete er dann am nächsten Tag, diesmal mit seinem Freund Till, ausgestattet mit Kescher und Entenfutter. „Irgendwann hatte ich alles an die Enten verfüttert, ohne an das verletzte Tier zu kommen“, berichtet er. „Also musste ich in den Teich, um es zu kriegen.“ Dort stand Abel das trübe Teichwasser buchstäblich bis zum Hals. Fünf Spaziergänger spannte er kurzerhand als Helfer ein, die das Ufer bewachten. Als der ängstlichen Erpel untertauchte, tauchte Abel hinterher, schnappte das Tier unter Wasser – und brachte es zu Tanja Schäfer.
„Unser Glück ist, dass die Enten im August in die Mauser kommen“, berichtet die engagierte Frau, die seit Anfang des Jahres ihren Dienst auf dem Gelände des Tierheims aufgenommen hat – und bei der seither 800 notleidende Tiere Aufnahme fanden. Dennoch, schätzt sie, müsse der Erpel bis zu zwölf Wochen hierbleiben, bevor sie ihn in die Freiheit entlassen kann.
Über den jungen Retter findet sie nur lobende Worte: „Abel hat nicht nur die Ambition, sondern auch das Interesse und das Wissen, um Tieren zu helfen.“ Das sei selten geworden. „Viele können heutzutage noch nicht einmal einen Spatz von einer Amsel unterscheiden“, weiß sie. „Und viele junge Leute spielen lieber mit einem Igel Fußball, als ihm ein Schälchen Wasser hinzustellen.“
Nicht so Abel, für den der Erpel nicht das erste Tier in Not ist, das er in Tanja Schäfers Pflege überführt hat. So rettete er schon einen ausgehungerten Igel, ein verletztes Mauswiesel und ein Entenküken mit gebrochenem Fuß.
Und was sagen seine Freunde zu seiner Tierliebe? „Der ein oder andere hält mich vielleicht für ein bisschen verrückt“, sagt er und fügt lächelnd hinzu: „Aber die Mädchen finden es toll“.

Das sind die Jahresmeister 2018. Von links: Patrick Schütze (2. Platz), Vincent Krobisch (4. Platz), Walter Paumgartner
(1. Platz), Klaus Schmidt (Hauptvorstand), Ralf Schütze (3. Platz) sowie Nico Schüchter (Jugendmeister).

Am 10. März 2017 fand die JHV des 1. ASV Sprendlingen in der Gaststätte der SKG Sprendlingen statt. Zur Debatte stand u.a. eine Satzungsänderung. Darin ging es hauptsächlich um die Umstrukturierung des Vorstandes. Nach der Begrüßung durch den 1. Und 2. Vorsitzenden folgte deren allgemeiner Jahresbericht. Der Jugendwart berichtete über seine Schüler AG. Der Gewässerwart berichtete über die Fangzahlen in 2016 und dass der Fischbestand im Vereinsgewässer als ausreichend betrachtet wird. Es folgte der Bericht des Schatzmeisters sowie der Kassenprüfer. Die Abstimmung über die neue Satzung wurde einstimmig genehmigt. Auch wurden der Schatzmeister sowie der Vorstand einstimmig entlastet. Es folgten die Neuwahlen.

In den Vorstand des ASV wurden gewählt:
Hauptvorstand: Klaus Schmidt, Herbert van Hall, Marco Wunsch
Jugendwart: Marco Burlon
Schatzmeister: Peter Enzmann
Schriftführer: Vincent Krobisch
Gewässerwart: Ralf Schütze
Als Beisitzer fungieren Ingeborg Langen sowie Rene Laane.
Alle wurden einstimmig gewählt.

Es folgte der Bericht über die geleisteten Arbeitsstunden (175), wobei bemängelt wurde dass die Hälfte der Arbeitsstunden von den 6 Vorstandsmitgliedern geleistet wurde und darum gebeten wird dass die Mitglieder mehr Einsatz zeigen sollen.

Ingeborg Langen wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

Danach erfolgte die Ehrung der Jahresmeister. Sieger wurde mit 19,22 kg Vincent Krobisch. Den 2. Platz mit 11,34 kg erreichte Walter Paumgartner und den 3. Platz sicherte sich Niklas Heinze mit 10,65 kg gefangenem Fisch.  Die Sieger wurden mit freundlicher Unterstützung vom Angelladen Langen, Peter Landau, mit Gutscheinen belohnt.

In 2017 wird es auch wieder ein Vatertagsfest am Vereinsgelände geben (25. Mai). Dazu wurden alle Mitglieder aufgefordert sich als Helfer zu betätigen. Der Verein hofft, da 2016 das Fest ausfallen musste, dieses Jahr wieder zahlreiche Besucher am Vereinsgelände bei gebackenem Fisch, gegrilltem, Kaffee und Kuchen sowie kühlen Getränken begrüßen zu dürfen.